OFFOFF.CH

himmelwärts 11 – Kunst zu Preisen zwischen 1.- und 199.- Fr.

Am Freitag, 16. Dezember bis Sonntag, 18. Dezember ist der Kunstraum station21 geöffnet. Es gibt nicht nur regionale Kunst von 24 Kunstschaffenden zu erschwinglichen Preisen zu kaufen, sondern auch die Gelegenheit für persönliche Gespräche in entspannter Atmosphäre. Die Ausstellung stellt zudem eine Art Rückblick über 11 Jahre station21 dar.

Öffnungszeiten:
Fr 16. Dezember 2011 18-24 Uhr
Sa 17. Dezember 2011 13-22 Uhr
So 18. Dezember 2011 13-17 Uhr

Ort:
station21 – plattform für junge kunst
Stationsstrasse 21
8003 Zürich

www.station21.ch
info@station21.ch


Andy Fischli und Marianne Studer, Comics und anderes
Anno Goldschmid, Literatur
Beatrice Münger, Malerei
Brigit Vonarburg, Monotypie
Christine Bänninger und Peti Wiskemann, Postkartenmalerei
Christian Eberhard, Zeichnung
Claudio Köppel, Zeichnungen und Malerei
Erika Looser, Malerei
Estelle Gassmann, Schalengewächse
Dirk Fleischhut, Vierfarb- Siebdruck
Johanna Encrantz, Fotografie
Karin Schneider, Illustration
Lukas Kurmann, Malerei
Nico Lazula, Fotografie
Oliver Zenklusen, Fotografie
Roger Frei, Fotografie
Sava Hlavacek, Fotografie
Sabina Hinnen, Textiles
Santa Sabina, Projektionen
Sonja Lotta, Fotografien
Supergabi, Illustration
Violanta Spescha, Holzdrucke und Aquarelle

«luftlinie 2430 – as the crow flies»

Mit Kunst quer durch Zürich. 18 Kunstschaffende machen sich auf zu einer Stadttraverse zwischen den beiden off-Spaces R57 und station21.

Begleiten sie uns bei dieser Stadtdurchquerung! Beobachten sie Performances und die Entstehung von Installationen! Sehen sie ZeichnerInnen und MusikerInnen am Werk im öffentlichen Raum! Kunst die sich einmischt, unter die Leute mischt. erkunden sie Stadtquartiere, die sich schnell und radikal ändern.

“Eine wachsende Zahl von KünstlerInnen und Instanzen glaubt, dass die Verantwortung öffentlicher KünstlerInnen und Instanzen nicht darin besteht, dauerhafte Objekte zum Zwecke der Präsentation in traditionell akzeptierten öffentlichen Plätzen zu schaffen, sondern darin, sich am Aufbau einer Öffentlichkeit zu beteiligen: durch Aktionen, Ideen und Interventionen ein partizipatorisches Publikum zu ermutigen, wo es vorher keines zu geben schien.» – Patricia C. Phillips

Der Lauf der Dinge

Start im KunstRaum R57
Kaffee, Stärkungen und Vernissage ab 12 uhr. Aufbruch des Zugs der Künste um ca. 13 Uhr. Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Kunstschaffende stärken sich vor dem Aufbruch, diskutieren allerlei staunenerregende Geräte und betrachten Werke, die bereits im KunstRaum R57 ausgestellt sind.

unterwegs – die Route
Der Zug der Künste folgt etwa folgendem weg: KunstRaum R57 – Röschibachplatz – Dammstrasse – Limmat – unterer Letten – Lettensteg – Limmatplatz – Langstrasse – Unterführung – Neufrankengasse – Schöneggplatz – Feldstrasse – Hellmutstrasse – Bäckeranlage (Picknick) – Helvetiaplatz– Ankerstrasse – Zweierstrasse – Zentralstrasse – station21.
Einstieg in den Zug jederzeit und jederorts möglich. Telefon für alle Fälle: 076 393 64 73.

Ziel: station21
Getränke, Leckereien, Vernissage. Türen offen ab 18 Uhr Eintreffen des Zugs der Künste gegen 19 Uh erwartet. Zeit, bis in die Nacht hinein Geschichten von der Traverse zu erzählen, die Funktion von Kunst im öffentlichen Raum zu erörtern und teil zwei der Ausstellung zum Projekt zu betrachten.

mit Beiträgen von
Angela Hausheer (Angelhaus) Bäckeranlage* – Milva Stutz & Antshi von Moos (Würste) – Christine Bänninger (Bildwandel)* – biopop. Urs Lehmann (biodemo)* – Andy Fischli (Zeichnen)* – Pascal Lampert (haeouh)* – Leo Bachmann (Entractes Musicales)* – Julia Marti (Kiosk) Kalkbreitestrasse – unkraut. Sarah Kreuter (la promenade)* – Nico Lazúla/Ruedi Staub (volumina)* – Jenny Rova (Rose) – Hina Strüver (storchenschnabel) * – Sonja Lotta (there are so many) – Eva Wandeler (tool#29) Kornhausbrücke* – Peti Wiskemann (eine Zeichnungsreise)* – Alex Zwalen/Tanja Kummer (Zuckerwatte) Röschibachplatz – Navid Tschopp (Manifestation no2) Helvetiaplatz* – Andrea Suter (110112- k2011) – Oliver Zenklusen (photo perdue*, à vol d‘oiseau).

Beiträge mit * sind unterwegs zu sehen. Beiträge ohne * entstehen auf dem Weg. Diese Arbeiten sind in den beiden Ausstellungen zu sehen.

Ausstellungen
Zwei begleitende Ausstellungen zeigen sämtliche Werke, die auf der Stadttraverse zwischen R57 und station21 entstehen – manche am 17. September, manche bereits vorher. im KunstRaum R57 sind Werke zur ersten Hälfte der Wegstrecke zu sehen, in der station21 Werke zur zweiten Hälfte.

Öffnungszeiten
Mittwoch, 21. September – Samstag 24. September 2011. Jeweils 18-22 Uhr.

Schlusspunkt
Foto- und Filmprojektion zum Projekt «luftlinie 2430».
Mittwoch, 28. September 19.30 Uhr in der Bäckerlanlage (bei schlechtem Wetter in der station21).

Informationen
KunstRaum R57
Röschibachstrasse 57
8037 Zürich
beim Bahnhof Wipkingen
www.r57.ch

station21 – plattform für junge kunst
Stationsstrasse 21
8003 Zürich
beim Bahnhof Wiedikon
www.station21.ch

Die Aktion “luftlinie 2430″ wird unterstützt durch:
Fondation Néstle pour l‘Art
Stiftung Kunstsammlung Albert und Melanie Rüegg, Zürich

Delphine Chapuis-Schmitz: 
”How to build a space with two legs” @ station21

Raum und Ort sind vielseitig. Je nach Standpunkt kann ein bestimmter Ort verschiedene Arten von Räumen beinhalten: geometrische, physische, mentale, soziale oder Wahrnehmungsräume. Zum anderen wird ein Ort üblicherweise als ein Platz in einem Raum definiert. Welcher von beiden ist der Erste: Ort oder Raum?

Die Mehrdeutigkeit der Begriffe “Raum ” und “Ort “, sowie ihr wechselseitiges Verhältnis zueinander bildet den thematischen Hintergrund der von Delphine Chapuis-Schmitz für die Räumlichkeiten der Station 21 konzipierten Installation.

Durch minimale Eingriffe wird eine Umgebung geschaffen, die potenziell im Galerieraum enthaltene physische Räume sichtbar macht. Diese Umgebung entsteht auf der Basis von spezifischen Elementen, die den Ort der Galerie bestimmen und begrenzen.

Den Gegebenheiten des Ortes werden Materialien und Ready-mades in bestimmten Arrangements zugeordnet. Im Dialog zwischen Vorgefundenem und Hinzugefügtem wird der Ausstellungort für die Wahrnehmung der entstehenden Räume geöffnet.

station21 – plattform für junge kunst
Stationsstrasse 21
8003 Zürich

www.station21.ch
info@station21.ch

Ausstellung vom 1. April bis 21. April 2011

Öffnungszeiten:
Vernissage: Freitag, 1. April 2011, ab 18 Uhr
Finissage: Donnerstag, 21. April 2011, ab 18 Uhr

Weitere Öffnungszeiten:
Mittwoch, 6. April 2011, 17-20 Uhr
Mittwoch, 13. April 2011, 17-20 Uhr

Grenzüberschreitungen @ station21

Grenzüberschreitungen ganz unterschiedlicher Art verbinden Martin Gülichs fünften Roman Septemberleuchten mit fern bleiben, dem Romandebüt von Ulrike Ulrich.

Septemberleuchten ist das Protokoll eines Verbrechens, einer Kette von sich steigernden Grenzüberschreitungen, die für das Opfer tödlich enden. Die Lesenden werden von einem unwiderstehlichen Sog in die Darstellung des (Mit)-Täters hineingezogen, der seine Schuld mehr und mehr preisgibt, während er sich gleichzeitig davon freizusprechen sucht.

In fern bleiben hingegen begleiten die Lesenden eine Zugreisende, die so sehr nicht Täterin sein will, dass sie es kaum länger als eine Stunde an einem Ort aushält. Während sie pausenlos die Innen- und Aussengrenzen von Schengen überschreitet, versucht sie krampfhaft zwischenmenschliche zu respektieren. Erst an der Schweizer Grenze gibt sie ihre Nicht-Interventionshaltung auf.

Martin Gülich, geboren 1963 in Karlsruhe, lebt und arbeitet als freier Schriftsteller in Freiburg. Seit seinem Romandebüt „Vorsaison“ (1999) sind neben einem Band mit Kurzprosa vier weitere Romane von ihm erschienen, zuletzt „Septemberleuchten“ (2009, Nagel & Kimche, Zürich). Seine Bücher werden derzeit in elf Sprachen übersetzt. Martin Gülich wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bahnwärter-Stipendium der Stadt Esslingen (2007), dem Reinhold-Schneider-Förderpreis der Stadt Freiburg (2008), einem Aufenthaltsstipendium des Künstlerhauses Edenkoben (2009) und dem Heinrich-Heine-Stipendium der Stadt Lüneburg (2010).

Ulrike Ulrich, geboren 1968 in Düsseldorf, lebt seit 2004 als Schriftstellerin in Zürich. Im März 2010 erschien im Luftschacht Verlag Wien ihr erster Roman “fern bleiben”. Gemeinsam mit Svenja Herrmann hat sie 2008 im Salis Verlag die Anthologie „60 Jahre Menschenrechte – 30 literarische Texte“ herausgegeben. Ulrike Ulrich gehört der Literaturgruppe index an www.wortundwirkung.ch. Sie ist Mitglied beim ADS (AutorInnen der Schweiz) und beim PEN Deutschschweiz (Ressort Woman Writers). Ulrike Ulrich wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt bekam sie das Jahresstipendium der Lydia-Eymann-Stiftung, Langenthal 2010/11 zugesprochen.

Lesung: “Grenzüberschreitungen”

Martin Gülich (Semptemberleuchten, Nagel & Kimche, Zürich)
Ulrike Ulrich (fern bleiben, Luftschacht, Wien)

Freitag, 15. Oktober, Beginn 20 Uhr
Türöffnung 19 Uhr

station21
stationsstrasse 21
8003  zürich

«Souvenir» Erinnerungstausch: Ein Dialog in Bildern

Malerei/Zeichnung von Julia Marti und Milva Stutz

Vernissage: Freitag, 3. September 2010, 18-22 Uhr
Finissage: Freitag, 24. September 2010, 18-22 Uhr

Weitere Öffnungszeiten:
Mittwoch, 15. September 18-21 Uhr
Samstag, 18. September 18-22 Uhr mit Spezial Event: OY  live in concert um 20 Uhr

Die Künstlerinnen sind jeweils anwesend

Im Projekt “Souvenir” beschäftigen sich Julia Marti und Milva Stutz mit dem Prozess des Erinnerns.

Zu Beginn steht die Idee, dass das Gedächtnis – bewusst oder unbewusst – das persönliche Archiv bildet, auf welchem die gestalterische und erzählerische Arbeit aufbaut. Erinnerungen sind stets mit individuellen inneren Bildern verknüpft. Dies durchbrechen die Künstlerinnen, indem sie persönliche Erinnerungen in Textform austauschen und diese in Bilder umsetzen. So entstehen ein Dialog und ein Perspektivenwechsel: Die Bilder reflektieren zwar die Erinnerungen der anderen, sind aber auch von der eigenen Vergangenheit geprägt. Das Resultat dieses sprachlichen und visuellen Dialogs ist eine assoziative Bildserie, welche in einer Ausstellung und einer Publikation präsentiert wird.


station21 – plattform für junge kunst
stationsstrasse 21, ecke zentralstrasse
8003 Zürich

tram bis kalkbreite / bahnhof wiedikon

infos:    www.station21.ch
kontakt:  info@station21.ch

facebook: www.facebook.com/station21.ch

Julia Bruderer @ station21

Ahnen – Ein Blick in den Garten der Zeit

„Wer sind wir und woher kommen wir?“, diese Fragen ziehen sich wie ein roter Faden durch Julia Bruderers künstlerisches Schaffen. Sie ist jedoch dem Anspruch fern, eine endgültige Antwort darauf zu finden. Vielmehr ist sie an der Erforschung unserer evolutionären Geschichte interessiert, am Gedanken, etwas Vergangenes, Verstorbenes, ja sogar Ausgestorbenes ins Jetzt zu bringen und in neuer Form zu würdigen.
Das berühmte 3.2 Mio. ……Jahre alte Fossil der Australopithecus afarensis Dame „Lucy“ war die Vorlage für Julia Bruderers erstes grosses Kunstprojekt zum Thema menschliche Evolution. Das grossformatige Triptychon zelebriert Lucy als Sinnbild des Anfangs der Menschheit und spiegelt in seiner Komplexität die Vielfalt und Gegensätze unseres Daseins wieder. Was vorerst wie eine wissenschaftliche Anatomiestudie wirkt, stellt sich bei näherem Betrachten als seelischer Mikrokosmos dar.

Auch in Bruderers jüngster Arbeit „Frühstück im Garten“ steht die verborgene Vielfalt unserer Existenz im Vordergrund. In der grossformatigen Tuschezeichnung interpretiert sie das berühmte Sujet aus Manets „Le Déjeuner sur l’herbe” neu: die nackten Frauenfiguren werden durch die 4.5 Millionen Jahre alte Vorfahrin Ardipithecus ramidus, kurz „Ardi“, und einer noch weiter entfernten Ahnen, ein Gorillaweibchen ersetzt, während Manets elegante Herren wie amorphe Gestalten der Gegenwart wirken. Die zahlreichen Referenzen aus der Kunst, der Geschichte und den Naturwissenschaften verschiedener Zeitepochen fliessen in einer Art organischer Collagearbeit ineinander und schaffen somit neue Assoziationen.

In der „Ahnengalerie“ hat sich Julia Bruderer von der Portraitmalerei der letzten sechs Jahrhunderte inspirieren lassen. Nur posieren in ihren Ölbildern Lebewesen, welche vor 500 Millionen Jahren während des Kambriums die Erde „bevölkerten“. Humorvoll präsentiert sie diese fremden Kreaturen als wären sie unsere verstorbenen Familienmitglieder und stellt spielerisch unseren Ursprung in Frage.

Julia Bruderer führt uns in ihrer ersten Einzelausstellung in eine Welt, in der die Realität mit der Fantasie, das Ewige mit dem Vergänglichen und der Mensch mit dem Tier verschmelzen. In ihrer Welt gehen der Tod und das Leben Hand in Hand. Sie gräbt längst ausgestorbene Wesen wieder aus und holt sie mit kreativer Verspieltheit erneut ins Leben. Gleichzeitig erinnern jedoch ihre Gestalten aus der fernen Vergangenheit an unsere eigene Sterblichkeit.

Text: Jacinta Barth

Julia Bruderer (*1982, lebt und arbeitet in Zürich) hat 2005 mit einem Bachelor of Fine Arts in Illustration die Parsons School of Design in Paris und New York absolviert. 2009 graduierte sie mit einem Master in Kommunikationsdesign an der Central Saint Martins School of Art and Design in London, und gewann im gleichen Jahr den ersten Preis beim renommierten Swatch Young Illustrators Award an der Illustrative in Berlin.

Zeit: Vernissage
Freitag, 6. August 2010
Ab 17 – 22 Uhr

Finissage
Freitag, 27. August 2010
Ab 17 – 22 Uhr

Weitere Öffnungszeiten:
Freitag, 13. August, 17 – 20 Uhr
Freitag, 20. August, 17 – 20 Uhr
Oder nach Vereinbarung

www.station21.ch

Mareike Spalteholz @ station21

«Sicherung des unhaltbaren Moments – Teil 2»

Werke von Mareike Spalteholz

Mareike Spalteholz bearbeitet unterschiedliche Materialien wie Nahrungsmittelverpackungen, Abfälle und Reste die automatisch durch vorherigen Eigengebrauch und/ oder durch Zufall zu ihr gelangen. Stofflichkeiten die im Alltäglichen nicht von allein zueinander finden, löst sie aus ihrem ursprünglichem Kontext, entfremdet sie ihrer eigentlichen Funktion und stellt u.a. durch den Einsatz von Hitze neue Verbindungen untereinander her. Transformationen, ungewohnte Kombinationen entstehen, die in ihrem Zusammentreffen eine Art Selbstverständlichkeit erhalten, Fragilität als Prinzip.

Vernissage: Freitag, 4. Juni 2010, ab 19 Uhr
Finissage: Freitag, 18. Juni 2010, ab 19 Uhr

Weitere Öffnungszeiten:
Mittwoch, 9. Juni 2010, 17-20 Uhr
Mittwoch, 16. Juni 2010, 17-20 Uhr

Ort:
station21 – plattform für junge kunst
Stationsstrasse 21
8003 Zürich

www.station21.ch

Videoarbeiten von Stefan Rohner @ station21

Stefan Rohner zeigt Video-Objekte, Fotografien und eine Sound-Installation.

In der Video-Arbeit Ahnenbibliothek singt der Autor Namen von verstorbenen KünstlerInnen – abwechslend von einer Frau und eines Mannes. Diese „Tonbildschere“ weist u.a. auch auf die Gender-Problematik der Kunst des 20. Jahrhunderts hin. Auf der Bildebene ereignen sich in realen – negativ umgesetzten und blaugetönten – Hintergründen kleinere Aktionen – meist mit roten, manchmal mit gelben Objekten; dazwischen wurden auf dem Gepäckträger eines Velos montierte Skulpturen bzw. Still-Lifes während dem Fahren gefilmt.

Eine weitere Version von bewegten bzw. gefilmten Skulpturen ist im Video-Objekt sculpturas per l’En zu sehen: Ephemere Skulpturen schwimmen den Inn hinunter; auf der Tonspur sind u.a. schnelle Schrittgeräusche im Kies zu hören: Der Künstler rennt den Skulpturen nach, um sie wieder raus zu fischen. Die Bildschirme dieser Videoarbeiten sind ebenfalls in Skulpturen verpackt.

BesucherInnen können über die Installation Geräuschteppich gehen und lösen dabei knirschende Geräusche aus – ähnlich dem Gehen auf Schnee.

An den Wänden sind Fotoarbeiten mit narrativem Charakter – konstruierte Kompositionen in den Farben Rot, Blau (und Weiss). Als Schnee verwendet Stefan Rohner Styropor. In diesen Bildwelten vermischt sich Autobiographisches mit allgemein Gültigem – eine konkrete Erklärung lässt er aber offen.

Zur Farbgebung: Warme Farben wirken näher als kalte Farben. Rot ist die Farbe der Materie. Sein Gegensatz ist das ferne Blau, Farbe des Immateriellen, des Geistigen (aus Eva Heller – „Wie Farben wirken“).

Mehr Infos unter station21.ch und  www.stefanrohner.ch

Ort:
station21 – plattform für junge kunst
Stationsstrasse 21
8003 Zürich

www.station21.ch

Öffnungszeiten:
Freitag, 7.05.2010 ab 18 Uhr
Freitag, 20.05.2010 ab 18 Uhr

Nicholas Winter @ station21

Novy Wilanow ist Agglo von Warschau. Auf sprichwörtlichen grünen Wiesen am Stadtrand ist eine neue Stadt gewachsen, mit Wohnblöcken, Strassen, einer gewaltigen Kirche, Parklätzen und wenig anderem. Strassen ohne Geschäfte, durchwandert einzig von Müttern und Grossmüttern, Kinderwagen schiebend. Manche Bauten sind unfertig, Enten und Möwen bewohnen geflutete Baugruben. Für wen wurde hier gebaut?

Nicholas Winter’s Polaroids sind eine bereits nostalgischen Erkundung eines noch nicht ganz realisierten Plans. Seine Perspektive ist surreal und ironisch eher als dokumentarisch. Das Ergebnis erinnert an Postkarten, die man in Nachkriegszeiten aus den “neuen Städten” der Sowjetunion verschickte. Die Arbeit stellt Fragen zur Gestaltung der Umwelt des Menschen, zur Neuerfindung der modernen Stadt, zu den gesellschaftlichen Ergebnissen der versuchten Verwirklichung von Stadtträumen: im Jahr 2009 und in einem sich modernisierenden Polen, das wieder Teil von Europa ist.

Der Fotograf Nicholas Winter (1973) stellt zum zweiten Mal in der station21 aus. Im Mai ist eine Auswahl aus dem Projekt Nowy Wilanow in der ewz.selection zu sehen.

Mehr Infos unter station21.ch und  www.nwinterphotography.com

Ort:
station21 – plattform für junge kunst
Stationsstrasse 21
8003 Zürich

www.station21.ch

Öffnungszeiten:
Freitag, 9.04.2010 ab 19 Uhr
Samstag, 10.04.2010 14 bis 18 Uhr
Samstag, 17.04.2010 14 bis 28 Uhr
Freitag, 23.04.2010 ab 19 Uhr

Jeroen Geel @ station21

Malum

“Ausgangslage für meine Arbeit sind meist Streifzüge in der Umgebung meiner Wohnung am Fusse des Pilatus oder in meinem Garten. Dabei sind es oft Pflanzen während ihres Zerfalls, die meinen Blick fesseln. Entsprechend taufe ich die Ausstellung «MALUM», was auf Lateinisch sowohl Apfel als auch Übel bedeutet.

Diese zeigen intensive Farben und skurrile Formen. Solche Objekte – sei das nun ein schwarzer Apfel oder ein scharlachrotes Blackenblatt – werden von mir gesammelt und ins Atelier gebracht.
Dort wird das Beutegut zu Bildvorlagen zusammengestellt. Dabei drängen sich manchmal Inhalte auf, welche die Komposition beeinflussen oder es sind formale Kriterien, die dieselbe bestimmen. Oft beides. Den so entstandenen Stilleben versuche ich ein Bild abzuringen. Solches Ringen zwischen meiner Vorstellung und dem realem Vorbild lassen langsam Schicht für Schicht ein Bild auf dem Papier entstehen. An sich ist das Ziel dabei klar, die Vorlage muss aufs Blatt. Und doch verändert jeder Pinselstrich meine Bildvorstellung und diese lenkt wiederum den Pinsel auf andere Wege. So ist das fertige Bild immer eine Überraschung. Dieses Vorgehen ist langsam und erfordert Geduld. Oft komme ich ins Atelier, stehe vor der Vorlage, sehe aber das Bild nicht. Dann heisst es ausharren, bis es sich wieder zeigt. Das Überraschungsmoment ist auf diese Weise immer vorhanden und bildet den Hauptantrieb meiner künstlerischen Tätigkeit.

Ein solches Vorgehen ist natürlich anstrengend. Bequemer ist es, andere für sich arbeiten zu lassen. Zum Beispiel Regenwürmer. Obwohl der Regenwurm gerade mal hell und dunkel unterscheiden kann, ist er der Prototyp des bildenden Künstlers: Er durchdringt seine Materie vollkommen und ist von ihr durchdrungen, er verdaut sie und schafft daraus sein Werk. Er ist sehr produktiv und seine Arbeiten haben einen hohen Wiedererkennungswert. Dadurch wäre er wie geschaffen für den modernen Kunstbetrieb. Dieser kleine Bildhauer schafft es täglich, mehrere Plastiken aus seinen Gedärmen an die Erdoberfläche zu drücken. So dass dem Müssiggänger nichts weiter zu tun bleibt als diese grazilen Gebilde vorsichtig aufzuheben und in einem passenden Gehäuse auszustellen, wie in meiner Serie Cumulus Lumbricus” (Bild rechts).

Mehr Infos unter www.jeroengeel.ch

Ort:
station21 – plattform für junge kunst
Stationsstrasse 21
8003 Zürich

www.station21.ch

Öffnungszeiten:
Freitag, 12.03.2010 17 bis 21 Uhr
Samstag, 12.03.2010 16 bis 19 Uhr
Freitag, 19.03.2010 17 bis 21 Uhr
Sonntag, 28.03.2010 15 bis 18 Uhr

Veronika Spierenburg @ station21 – Ausverkauf

Der Ausstellungstitel „Ausverkauf“ basiert auf einem Werk in der Ausstellung, das einen Kleiderständer zeigt – ein Gebrauchsgegenstand, der als Kunstobjekt im Raum gesehen wird. Die Kleiderbügel sind am Ständer angeschweisst, um die Zusammengehörigkeit von Kleiderständer und Querstange zu unterstreichen.

Die Arbeiten in der Ausstellung kreisen rund um das Thema von Körper (als Innenraum) Kleidung (als Aussenraum), Formzerstörung und geometrische Konstruktionen, die mit unterschiedlichen Medien umgesetzt worden sind. Kleider vom Flohmarkt sind durch einfaches Zerlegen in grafische Objekte umgewandelt und abfotografiert worden. Losgelöst vom Körper und deren Funktion, zeigt die Fotoserie simple Formen von Kleidungstücken, flach an die Wand gepresst. „10 different ways of how to read the newspaper“ ist eine Arbeit, die 10 Zeitungen von der gleichen Ausgabe in verschiedene geometrische Formen ausgeschnitten, abfotografiert und auf Zeitungspapier gedruckt worden sind. Die bedruckten Papiere stehen als Stapel im Raum und die Besucher können sich deren bedienen. Mit dieser Arbeit hinterfragt Veronika Spierenburg die alltägliche rechteckige Form von Bücher, Zeitungen und Zeitschriften. Eine weitere Arbeit zeigt zwei Keksformen in der Gestalt von Fusskonturen, die am Boden aufgestellt sind – ein Spiel zwischen dem plastischen Chromstahlobjekt und der Vorstellung von den ausgestochenen flächigen Formen.

In der Ausstellung werden drei Arbeiten verbunden und als Menschenkörper angeschaut, der durch Boden, Wand und Decke unterteilt wird. Der Boden dient für die Füsse (Chromstahlobjekt mit Fussform), die Wand für den Körper (Fotografie mit Jacke) und die Decke für Kopf (Fotografie mit Hut).

Lieber Malerin male mich

S.Lowry_Web
Im Frühjahr 2009 lud die Künstlerin Anja Moers elf MalerInnen dazu ein, sie auf einem Gemälde abzubilden. Einzige Vorgaben waren das Sujet und das Medium Leinwand. Die KünstlerInnen sollten so wenig wie möglich in ihrer Arbeit eingeschränkt werden. Material und Sujet fungieren lediglich als gemeinsamer Nenner, der auf das gesamte Projekt hinweist.
Alle beteiligten KünstlerInnen setzen sich mit Malerei auseinander und bewegen sich in Anja Moers näherem Umfeld. Ausschlaggebend für ihre Auswahl waren persönliche Bezüge wie bestimmte Aussagen, Haltungen und Interessen und weniger ihre Lebensläufe oder Arbeitsweisen. Die unterschiedlichsten Positionen treffen nun an dieser Ausstellung zusammen. Der Ort bietet die Möglichkeit, sich über die Ausstellung an sich, die Werke, verschiedene Haltungen und Interessen auszutauschen.
Roman Bolliger, Christian Calame, Bettina Graf, Markus Huber, Matthias Käser, S. Lowry, Anja Moers, Yvonne Pispico, Esther Schena, Wilhelm Schlatter, Karin Schuh, Jing Wei
Öffnungszeiten
14./20./21./27./28.11.2009: 16 – 19 Uhr
station21
plattform für junge kunst
Stationsstrasse 21
8003 Zurich
www.station21.ch
info@station21.ch
Exhibition
14-28 November 2009
Online since 6 November 2009
Opening:
13 November 2009 – 18:00

Priska Ryffel @ station21

bild_1_grossPICTURES. FIND THE GAP

Mit der Ausstellung PICTURES. FIND THE GAP. thematisiert Priska Ryffel die Etikettierung in unserer Gesellschaft. Etiketten liefern uns scheinbare Angaben über Menschen, an ihnen sind wir gewillt, uns gerne – und allzu oft vorbehaltlos – zu orientieren. Etiketten lassen Bilder vor dem inneren Auge des Betrachters erscheinen. Sie sind sowohl Teil unserer Selbstwahrnehmung als auch der Fremdwahrnehmung unserer selbst. Unsere inneren Alltagsbilder wecken Wünsche, rufen Emotionen und Illusionen hervor.

Im Zentrum dieser Ausstellung und der hier gezeigten Werke steht das Etikett des Berufes. Mit der Arbeit verbundene Etiketten sind in unserer Schweizer Gesellschaft tief verankert.

In ihren Objekten und Installationen setzt Priska Ryffel Alltagsgegenstände und Alltagsmaterialien wie beispielsweise Fünfrappenstücke, Klingelleisten und Beton in einen neuen Kontext. Mit teils subtiler Ironie spricht uns die Künstlerin auf unser eigenes Bild der dargestellten Etiketten und der damit verbundenen Paradigmen an.

Nebst ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet Priska Ryffel an der Hochschule der Künste Bern als Assistentin und verfolgt Projekte als selbständig Erwerbende im Bereich Film und Grafik.

www.priskaryffel.ch

DIE ARBEIT SPRICHT FÜR SICH SELBST@station21

s21_aktionAnja Moers, Eva Moline und Silvia Popp laden herzlich zu einer einmaligen Aktion in der Station 21 ein. Am 30. Mai von 19 Uhr bis 22 Uhr an der Stationsstrasse 21/Ecke Zentralstrasse, 8003 Zürich. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen, für Essen und Trinken wird gesorgt.

Sabine Troendle @ station21 – possible places of comfort, vol. II

possible places of comfort, vol. II  ist die dritte Arbeit der Fotografin Sabine Troendle (*1971), die  sich mit dem Thema Sehnsucht befasst. Wie die beiden vorhergehenden Arbeiten (the cabin, 2007, ausgestellt im White Space Zürich und possible places of comfort, vol. I, 2008, ausgestellt im Parterre Basel), entstand auch die aktuelle Arbeit im amerikanischen Westen, in Texas.

Inspiriert von Künstlern und Fotografen wie William Christenberry, William Eggleston, Stephen Shore  oder Robert Adams, aber auch von amerikanischen Filme aus den 50er und 60er Jahren, ist Sabine Troendle angetan von verlorenen Orten, Weite und Wärme, bescheidenen Hütten, einfacher Behausung. Die Idee einer einfachen Südstaatenhütte mit Veranda und Fliegengittertür – bei grösster Hitze im Schatten auf einem Schaukelstuhl zu sitzen, das Knarren des Holzes, der laue Wind auf der Haut und im Haar, der Stillstand der Zeit – löst bei ihr eine ganze Reihe von Assoziationen aus.

Seit bald schon 20 Jahren begleitet sie die Idee, in der amerikanischen Weite zu leben und immer wieder zieht es sie für kurze und längere Aufenthalte auf den westlichen Kontinent. Ausgewandert ist sie nie.

Während Sabine Troendle in the cabin und possible places of comfort, vol. I versuchte, der Sehnsucht ein Gesicht zu geben, fragt sie sich nun, was es ist, was einen nicht nur träumen, sondern auch handeln lässt. Mit dokumentarischen Mitteln, mit Bild, Text und Ton, begibt sie sich auf die Spuren ihrer eigenen Träume, hinterfragt sich selbst und reflektiert, befragt Leute in ihrer Umgebung, sieht Möglichkeiten und versucht in Form einer Installation Stimmungen zu erfassen. Die Fotografin versteht possible places of comfort, vol. II als ein weiteres Kapitel auf ihrer Suche nach möglichen Lösungen zum Thema Sehnsucht.

Vernissage: Donnerstag, 8. Mai ab 18h
Brunch: Sonntag, 24. Mai 12 – 16h
Finissage: Donnerstag, 28. Mai, 18 – 20h
oder nach Vereinbarung

station21 – plattform für junge kunst
Stationsstrasse 21
8003 Zürich

Aurèle Ferrier – «Actions Simples»

aurele_ferrierSpezialität des St. Galler Künstlers Aurèle Ferrier sind seine Actions Simples, in denen ein einsames Mannli in Kulissen weiter Landschaften sich zurechtzufinden versucht oder im urbanen Raum sesshaft bleibt und Stadtbewohner zu Interaktionen verführt.

Am 3. April startet in der station21 “Seismographics”, Aurèle Ferrier’s neueste Aktion. Besucher sind eingeladen, sich an einer Debatte über persönliche und gesellschaftliche Werte zu beteiligen. Dabei entstehen Texte, die er nachts auf Fassaden öffentlicher Gebäude projiziert. Die Finissage vom 2. Mai zieht eine erste Bilanz aus “Seismographics” und zeigt die Ergeb nisse der nun öffentlichen Auseinandersetzung.

Actions Simples, die erste Einzelausstellung von Aurèle Ferrier, zeigt zugleich frühere Arbeiten. Die Besucher sehen Foto- und Videodokumente von Aktionen in Frankreich, Slovenien und der Schweiz.

3. April 2009 – 2. Mai 2009

www.aureleferrier.ch

station21
plattform für junge kunst
Stationsstrasse 21
8003 Zürich
www.station21.ch

STATION 21: weiter und weiter

all_farbe_peti_kleinPeti Wiskemann zeichnet weiter und weiter.
Er lässt sich immer wieder von neuem überraschen.

Aus Linien werden Strassen, auf Strassen fahren Autos und in den Autos sitzen Menschen. Menschen? Vielleicht sind es gar keine Menschen. Verkleidete Ungeheuer? Oder andere Kreaturen… Read the rest of this entry »

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