OFFOFF.CH

Séléction Cuvée


Séléction Cuvée: 5 plus 1 Kunstschaffende aus der Zentralschweiz Eröffnung: Sonntag 3. April, 17.00 Uhr
Eine Koproduktion von o.T. Raum für aktuelle Kunst und sic! Raum für Kunst zur Eröffnung des Kunstpavillons Luzern: Camillo Paravicini, Giacomo Santiago Rogado, Markus Uhr, Cécile Wick, Margot Zanni
Anastasia Katsidis verbindet den Kunstpavillon mit der Kunsthalle Luzern http://www.kunsthalleluzern.ch/, die am selben Wochenende ihre neuen Räumlichkeiten eröffnet (Samstag, 2. April). Ausstellung: 3. April 2011 bis 14. Mai
Die erste Ausstellung im Kunstpavillon ist eine Gemeinschaftsproduktion von o.T. und sic!. In dieser Eröffnungsausstellung werden die fünf BetreiberInnen – Konrad Bitterli, Lisa Fuchs, Romy Lipp, Gabi Widmer von o.T. sowie Nadine Wietlisbach von sic! – je eine persönliche Auswahl einer Künstlerin / eines Künstlers aus der Zentralschweizer Kunstszene präsentieren. Mit dem radikal subjektiven Ansatz wird eine bewusst alternative Perspektive auf das Innerschweizer Kunstschaffen geworfen, die sich weniger an Juryvoten oder mehrheitsfähiger Auswahl, an kuratorischen Konzepten oder repräsentativen Überlegungen orientiert, sondern einzig und allein an den Vorlieben der einzelnen AusstellungsmacherInnen.

NEUE ADRESSE AB SOFORT: sic! Raum für Kunst, Sälistrasse 24, 6005 Luzern

NEUE ÖFFNUNGSZEITEN AB APRIL: Donnerstag und Freitag, 15—19 UHR – Samstag, 14—17 UHR

THIS IS SO CONTEMPORARY: Das Programm 2011 und weitere Infos sind auf unserer neuen Website zu finden:

www.sic-raum.ch

THAT’S HOW THE UNIVERSE LOOKS LIKE


THAT’S HOW THE UNIVERSE LOOKS LIKE! – A JOURNEY FROM THE EARTH TO THE EDGE OF THE UNIVERSE”
Ben Moore, 43, ist Professor für Astrophysik an der Universität Zürich. Seine Forschungsgruppe versucht unter anderem herauszufinden, warum sich das Universum immer schneller ausdehnt. Er wird bei sic! einen ca. halbstündigen Vortrag über das Universum halten. Eine Arbeit von Karin Bühler, ein Teil der Ausstellung VAST EMPIRE.

sic! Raum für Kunst
Baselstrasse 72
Luzern, Switzerland, 6003

Kunst im Gespräch

Sonntag, 9. Mai 2010, um 17 Uhr im Rahmen der aktuellen Ausstellung von DAVID HEITZ „Profile“ und ERWIN HOFSTETTER „Anlage“ im o.T. Raum für aktuelle Kunst Luzern.
Burkhard Meltzer, freier Kurator und Kritiker (Zürich), spricht mit David Heitz und Erwin Hofstetter über ihre Arbeiten.

o.T. Raum für aktuelle Kunst
Eichwaldstrasse 27a
6005 Luzern
T 041 311 22 01
Öffnungszeiten: FR + SO 16.30-18.30 Uhr, SA 13.30-16.30 Uhr
Die Ausstellung dauert noch bis zum Sonntag, 23. Mai 2010.
Bus 20 ab Bahnhof bis Haltestelle „Allmend“
Mehr unter www.ot-raumfueraktuellekunst.ch

Matthias Gabi – Beauty


Darf Schönheit heute noch ein Kriterium in der Kunst sein? Matthias Gabi findet, sie muss es sein – und setzt sich in der Ausstellung Beauty bei sic! Raum für Kunst gleich in zwei Werkserien damit auseinander.
Für die Serie Buchdruck arbeitet der Künstler seit 2005 mit gefundenen Fotografien aus Büchern und Zeitschriften. Aus seiner archivarischen Sammlung eignet er sich
ausgewählte Bilder an, die er als Prototypen konventionalisierter Abbildungsweisen deklariert. Gabi stellt jedoch keine Readymades im Sinne von Duchamps Fountain aus, dessen Abbild ebenfalls Bestandteil der Serie ist, sondern greift in das Material mehrfach ein. Die Bilder, als gedrucktes Material bereits Reproduktionen, werden eingescannt, skaliert und erneut gedruckt. Gabi verfährt bei der Grössenbestimmung ähnlich pragmatisch wie manch ein Bildredaktor: Unabhängig von seiner Ausgangsgrösse bekommt das Bild den Platz, der überhaupt zur Verfügung steht. Für die Ausstellung Beauty hat er dafür das standardisierte DIN A4-Format ausgewählt und verweist auf ein mögliches Buchformat. Durch den mehrfachen Reproduktionsvorgang werden Druckraster gleichwohl geschaffen und sichtbar gemacht. Die Struktur der Bilder verliert an Schärfe und entfaltet eine malerische Qualität. Gabi stellt durch die Reproduktion der Bilder nicht deren Einzigartigkeit in Frage, sondern schreibt ihnen vielmehr eine zeitlose Gültigkeit zu. Sie agieren als Stellvertreter für Tausende andere Fotografien, die in unserem kollektiven Bildgedächtnis eingeprägt sind. Ihre Ästhetik gründet dementsprechend in unserer Vertrautheit mit solchen Bildtypen. Die schneebedeckte Gebirgslandschaft aus der Vogelperspektive; die Flamingos beim Weiher mit den sattgrünen Bäumen; die Studioaufnahme der Modelleisenbahn. Die Fotografien sind keineswegs beliebig ausgewählt, sondern bergen durch ihre kompositorische und farbliche Qualität das Potential, über ihre illustrative Funktion hinweg auch selbständig zu funktionieren.
Die neue Serie Beauty, die der Ausstellung den Namen gibt, spielt ebenfalls mit Bildkonventionen und setzt sich noch unmittelbarer mit dem Begriff der Ästhetik auseinander. Mittels Strategien der Werbefotografie inszeniert Gabi „gewöhnliche“ Frauen als Models. Er kopiert nicht einfach Werbungen eins zu eins, sondern imitiert deren Mechanismen und setzt diese in eigenen Kompositionen um. Dadurch wirken seine Bilder seltsam bekannt, ohne dass man sie genau zuordnen könnte. Besonders befremdend ist die Tatsache, dass jegliche Attribute oder Schriftzüge fehlen, die einen eindeutigen Bezug erlauben würden. Von weitem betrachtet, an der grossen Plakatwand auf der Strasse, scheint das Bild eine Werbung unter vielen anderen zu sein. Doch bei näherer Betrachtung irritieren die kleinen Unperfektionen und Unebenheiten der unretuschierten Gesichter. Mit diesem subversiven Akt der Verweigerung offenbart der Künstler die Synthetik von Werbebildern und hinterfragt unsere Sehmechanismen. Darin kann man eine feministische oder konsumkritische Lesart entdecken. Man kann aber auch, so wie Gabi selbst, darin bloss einen Kommentar zu unseren modernen Sehgewohnheiten lesen und letztlich die Frage: Was macht es überhaupt aus, dass wir ein Bild als ästhetisch empfinden?
Text: Charlotte Matter, Gastschreiberin sic! Raum für Kunst 2010

Matthias Gabi – BEAUTY
OPENING: Freitag 7. Mai

AUSSTELLUNG: 8. Mai bis 12. Juni 2010,
15. Mai Auffahrt geschlossen

JEWEILS SAMSTAGS 14.00 BIS 17.00
ODER NACH VEREINBARUNG: nadine@sic-raum.ch

Bouillon 1:
Gespräch und Gazpacho
Mittwoch 02. Juni, 19.00 Uhr

www.sic-raum.ch

Stefan Guggisberg – RESONANZ

Langsam sucht das Auge seinen Weg durch die Gemälde von Stefan Guggisberg (*1980, Thun), tastet sich den benennbaren Gegenständen entlang: da ein Sessel, eine Wand, dort eine Öffnung in ein anderes Zimmer, am Boden lose amorphe Gebilde, die nur zum Teil erkennbare Gegenstände ausformen. Die Gemälde sind durchdrungen von Bewegungen, die Innenräume in Rauch aufgehen, Formen zerfliessen, in ihre einzelnen Farbpartikel „verdampfen“ lassen. Oder sind, anders herum gedacht, die Räume gerade im Begriff, sich aus dem Farbteppich herauszulösen? Im Oszillieren zwischen abstrakten Farbstrukturen und fassbaren Gegenständen und Räumlichkeiten zeigt sich das zentrale Thema von Guggisbergs Malerei: Es ist dies nicht die Wiedergabe von Realitäten, sondern der künstlerische Prozess der Bildfindung selbst.

In seinem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig beim Maler Neo Rauch hat Guggisberg zu einer eigenständigen Methode gefunden, die ihm erlaubt, intuitiv und ohne festes Ziel vorzugehen und das Bild sozusagen malend zu „finden“. Für seine farbigen Gemälde hat er dazu ein aufwändiges Grundierungsverfahren entwickelt. Mit dem Pinsel stupft er fein und in unterschiedliche Richtungen Ölfarbe auf die ganze Fläche des Papiers und wiederholt diesen Vorgang mit unterschiedlichen Farbtönen, bis ein flimmernder Raster entsteht.

Guggisberg nennt diese Struktur ein Möglichkeitsfeld, aus dem im Prinzip jedes Bild hervorgehen könnte. Mit den Eingriffen des Künstlers in den Raster verbinden sich die Farben neu, und entwickeln sich die Bilder. Seine Interventionen sind jedoch nicht willkürlich. Er lässt sich von der atmosphärischen Grundstimmung der Struktur leiten, die von den Helligkeitswerten, ihrer Dichte und der Saugstärke des verwendeten Papiers erzeugt wird. Abwechselnd mit Radiergummi und Pinsel verändert er dieses Gefüge bis das Bild langsam Gestalt annimmt. Er scheint den suchenden Gestus dem „imperativen“ grundsätzlich vorzuziehen. Auch in seinen Schwarz-Weiss-Bildern malt er das weisse Papier erst schwarz zu und differenziert dann Räume und Gegenstände in einem stetigen Prozess von Ab- und Auftragen aus.

Zu einem grossen Teil sind es Innenräume, die sich in der Struktur ausformen, so als sei der Malprozess davon bestimmt, in dem „Farbrauschen“ (Guggisberg) irgendwo Halt zu finden. Guggisberg leuchtet die Räume aber nie ganz aus und belässt sie gerne im Diffusen. Der Farbraster legt sich dann wie ein Nebel über das Gemälde, verhüllt die Sicht auf die Dinge oder verschluckt sie ganz. Dabei gewinnen die Bilder eine erstaunlich akustische Dimension. Sie sind sehr still, als würde der Farbnebel die Geräusche dämpfen. Unterstützt wird diese Wirkung durch die Stofflichkeit der Gemälde. Textilien sind als Kleider, Decken und Tücher in vielen Gemälden bildhaft präsent; an anderen Stellen erscheint die Farbstruktur als weiche Tapete oder flauschiger Teppich, die Wände und Böden polstern.

Die Stille macht bewusst, wie menschenleer und isoliert diese Räume sind. Fenster, die eine Verbindung zu einer Aussenwelt herstellen könnten, gibt es fast keine. Sogar der Fernsehbildschirm in einem Bild empfängt keinen Kanal und flimmert nur weiss. Zwar sind überall Spuren menschlicher Präsenz zu entdecken: Objekte, vielleicht Kleider, sind über den Boden verteilt, ein Tisch und ein Sessel – Möbel, die zum Wohnen gebraucht werden, ein Stuhl, der umgekippt auf dem Boden liegt. Die Räume sind intim, privat, doch ist der Mensch darin nur in seiner Abwesenheit präsent. Es ist nicht sicher, ob es sich um behagliche Rückzugsorte handelt, wie das Wort Insel in einem der Bildtitel suggerieren mag, oder ob nicht die Gefahr der Isolation innerhalb der vier Wände lauert. Ist der Rucksack, der bei erwähntem Bild prominent neben dem Bett auf dem Boden steht, wirklich für die Abreise gepackt? Werden die Mäntel, die in einem anderen Bild wie ausgestellt an den Wänden hängen, jemals angezogen?

Guggisbergs Räume beschreiben, in den eher nächtlichen Szenerien wie auch in den helleren von Licht durchfluteten Gemälden, existentielle Stimmungsbilder. Die Welt ist darin nicht greifbar, bleibt im Diffusen und in steter Veränderung begriffen. Die Konstante der Gemälde bildet der Farbraster, in dem die Potentialität neuer Bilder pulsiert und der den Bildern Energie und Lebendigkeit verleiht.

OPENING: FREITAG 26. FEBRUAR
AUSSTELLUNG: 27. FEBRUAR bis 20. MÄRZ 2010, JEWEILS SAMSTAGS 14.00 BIS 17.00

www.sic-raum.ch

VINCENT KOHLER – WAITING FOR THE SUN


Die Arbeiten des Lausanner Künstlers Vincent Kohler (*1977) bewegen sich zwischen Realität und Fiktion. Aus dem Materialfundus Alltag entnimmt er Elemente und transformiert diese in eine neue Bildwelt, welche nicht selten mit Ironie hinterfragt was uns umgibt. Bei sic! Raum für Kunst ist der Künstler zum ersten Mal in der Zentralschweiz mit einer Einzelausstellung präsent.
http://www.vincentkohler.ch
www.sic-raum.ch

VERANSTALTUNGSHINWEISE: WÄRMSTENS EMPFOHLEN – Detektiv Bureau!

Das Detektiv Bureau gibt es seit drei Monaten und liegt ungefähr 100 Meter
Luftlinie von sic! Raum für Kunst entfernt in der Bernstrasse 2 am Kreuzstutz in Luzern.
In erster Linie ist es das Gemeinschaftsatelier von Nadine Gerber, Christoph Barmettler,
Daniel Peter und Mathis Pfaeffli.
In zweiter Linie hat sich das Detektiv Bureau aber auch zum Ziel genommen das Luzerner
Kulturleben zu ergänzen. Da die Mitglieder allesamt gerade eben die Hochschule Luzern
Design und Kunst abgeschlossen haben, wollen sie dieser jungen und sehr lebendigen
Kunstszene eine Plattform geben.
Mit Ausstellungen, Workshops und Lesungen soll eine Diskussionsplattform geboten
werden wo experimentiert, gescheitert und gelernt werden kann.

In dieser Woche finden gleich zwei Events im Detektiv Bureau statt.
Am Freitagabend, 29. Januar, findet zum ersten Mal eine “Favouread”-Lesung statt,
hier lesen die Besucher aus ihren Lieblingsbüchern vor.
Gerne kann man hier, bevor man sich ins Nachtleben stürzt, Auszügen aus
der ganzen Literaturgeschichte lauschen und sich in eine Diskussion verwickeln lassen.

Fix geplant sind bereits folgende Vortragenden:
Patrick Rohner liest Süsskind,
Nadine Gerber liest aus “Revolver” vor,
Simon Roth krallt sich Jack London und
Mathis Pfaeffli liest Wirres von Dürrenmatt.

Wir nennen es nicht Oldschool sondern Realschool.

Am Tag darauf, Samstag 30. Januar, wird um 16 Uhr das neue Blutt Magazin präsentiert.
Gerne kann man zu Kaffee und Kuchen erscheinen und sich mit den Zeichnern der aktuellen
Ausgabe unterhalten.

Mehr und immer Aktuelles findet man auf der Facebook-Seite des Detektiv Bureaus, eine
Webseite ist in Planung.

IM NETZ DER BILDER

Fundus ist eine Ausstellungsreihe im Schaufenster von sic! Raum für Kunst. Suchen, Sammeln, Aussortieren – über Bilder(Fluten) und ihre Interpretation, von Herkunft und Gebrauch.
Der Gestalter Jonas Oehrli sammelt seit geraumer Zeit mithilfe von Bildsuchmaschinen wiederkehrende Bildformen der Alltags- und Wissenskultur. Diese anonymen Bilder, die sich weitgehend von bekannten und potentiell vermarktbaren Schlüsselbildern wie sie bei Bildagenturen, Foto-Communities, Design- und Kunstportalen zu finden sind unterscheiden, hat er zu einer eigenen Sammlung zusammengefügt. Innerhalb dieser Sammlung, die eine Unmenge an Bildern beinhaltet, generiert Jonas Oehrli mit unterschiedlichsten Kriterien immer wieder neue Bildkombinationen und Kollektionen.
sic! Raum für Kunst
Baselstrasse 72 6003 Luzern

Matus Lanyi – Narratives

Unknown
Ausstellung: 25. Juli bis 8. Augut 2009, jeweils Samstags von 14 bis 17 Uhr
curated by Lydia Pribisova & Viera Kucera
Vernissage: Freitag 24. Juli 2009, 19–21 Uhr

sic! Raum für Kunst präsentiert am Freitag den 24. Juli die erste Einzelausstellung in der Schweiz des jungen slowakischen Künstlers Matúš Lányi. Gezeigt werden Videoarbeiten, welche zwischen 2005 und 2009 realisiert worden sind.
Matúš Lányi dekonstruiert in seiner Arbeit verschiedene globale, kulturelle und soziale Themen. Am Anfang seiner Projekte stehen Auseinandersetzungen mit religiösen Leitmotiven, wie dem neuen Testament und der christlichen Ikonographie, oder aber auch mit anderen, durch unsere globalisierte Gesellschaft standardisierten Systeme wie den Computerspielen oder dem Betriebssystem Windows.
Während er Zitate aus der Bibel benutzt, abstrahiert er klassische stereotypische Ikonographie von christlichen Motiven und entzieht dabei den traditionellen Geschichten ihre primäre theologische Bedeutung. Er ergänzt den religiösen Kontext mit neuen Elementen der Gesellschaft von heute.
Die Arbeit Apocalypse (2005) setzt sich mit der Geschichte der Apocalypse auseinander. Der transzendale Wille Gottes wird symbolisiert durch die irrationalen Bewegungen des Cursors. Lanyi vergleicht die menschliche Existenz in unserer Gesellschaft mit einem Byte im digitalen System. Der Mensch wird als eine Byteeinheit in der digitalen Welt dargestellt.
Die Videoarbeit Mother (2005) bezieht sich auf die Göttin als Beschützerin. Eine monströse Skulptur, eine fliegende Madonna, scheint den Protagonisten, einem jungen Mann, der durch eine Berglandschaft rennt, jedoch eher zu bespitzeln als ihn zu beschützen.
Im Video Kill Folk (2006) mischt Lányi archetypische Elemente von alten Mythen und klassischen Märchen, welche durch ihre Montage eine Anlehnung an Computer Spiele, B-Movies, Samuraifilme usw. evozieren. Bukolisches Ambiente und alte Legenden – Geschichten in welchen das Gute gewinnt und das Schlechte seine gebührende Strafe erfährt – zeigen sich in einem Kontrast, welcher eine Beziehung zur globalisierten Konsumgesellschaft zu schaffen vermag. In diesem Zusammenhang wird auch die Musik zu einem tragenden Element.
Im Video Jesus cleanses the temple (2009) hat Lányi den biblischen Auftrag «Stehe auf und messe den Tempel Gottes, den Altar und die in beten» wörtlich umgesetzt. Der Künstler hat physisch den Grundriss des Tempels (den Grundriss der Kathedrale von Chartres) ausgemessen, indem er ihn auf einem Fussballfeld nachzeichnet und damit auf einfache Art und Weise einen neuen Kontext schafft. Die Zeichnung auf dem Boden erinnern an die Markierungen, welche die Fussballspieler anleiten. Die Situation der biblischen Botschaft im Sportfeld verbindet nicht nur die Funktion der beiden Schauplätze, sondern setzt auch zwei soziale Rituale in einen Zusammenhang.
Matúš Lányi wurde 1981 in Spišské Podhradie in der Slowakei geboren, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. Seine Arbeiten wurden bisher in Einzelausstellungen in Bratislava (Nové Zámky/ 2009) und in Košice (2006) gezeigt. Er nahm Gruppenausstellungen in Italien (Valentina Moncada Gallery, Rome, 2008), Tschechien (Karlin Studios in Prague, 2008) an der Prager Bienale in der Karlin hall, 2007), in Österreich (Open Space – Zentrum für Kunstprojekte in Wien /2008), in der Slowakei (Museum of Contemporary Arts of Andy Warhol in Medzilaborce, 2007 und in der SPACE Gallery, Bratislava, 2007 und in the Scooter, Biennial of contemporary Slovak art in Jan Koniarek Gallery, Trnava, 2007) und in Frankreich (Musee d´Art Moderne de Saint-Etienne, 2007) teil.

www.sic-raum.ch / Luzern

Kunst im Gespräch

Kunst im Gespräch – Sonntag, 5. Juli 2009, um 17 Uhr
im Rahmen der aktuellen Ausstellung von
BARBARA DAVI „Pillars and Panels“ und
HENRIK STRÖMBERG
im o.T. Raum für aktuelle Kunst Luzern.

Isabel Fluri, Kunsthistorikerin aus Basel, spricht mit
Barbara Davi und Henrik Strömberg über ihre Arbeiten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Ausstellungsraum o.T.!

Lisa Fuchs, Gabi Widmer, Romy Lipp, Koni Bitterli

o.T. Raum für aktuelle Kunst
Eichwaldstrasse 27a
6005 Luzern
T 041 311 22 01
Öffnungszeiten: FR + SO 16.30-18.30 Uhr, SA 13.30-16.30 Uhr
Die Ausstellung dauert noch bis zum Sonntag, 12. Juli 2009.
Bus 20 ab Bahnhof bis Haltestelle „Allmend“
Mehr unter www.ot-raumfueraktuellekunst.ch / www.offoff.ch

The Shape of Things

unknown-kopieDie Ausstellung The Shape of Things oder der Künstler als Former von Oberflächen thematisiert die Veränderung der Oberfläche des Menschen und beleuchtet dessen Formbarkeit, als künstlerischer Akt, von verschiedenen Seiten. Menschen, welche an der Baselstrasse leben und arbeiten werden in ihrer Vielfalt dokumentiert, wodurch das Image, das Erscheinungsbild der Strasse festgehalten wird. Dieser Ort und seine Protagonisten sind in Luzern per se mit starken visuellen Klischees behaftet. Die Positionen der Ausstellung urteilen nicht darüber wie sich diese Images zusammensetzen, wie sie generiert werden, welche Implikationen sie nach sich ziehen, sondern behandelt wird tatsächlich lediglich die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Image – das Erscheinungsbild der Bewohner, die Oberfläche eben. Diese Oberfläche wird durch die Künstler analysiert; durch die scheinbar objektive Wiedergabe sowie die offensichtliche Imageveränderung. Grad und Nachhaltigkeit der Modifikation bleiben offen, umso mehr da ein Teil der Werke direkt vor Ort, unmittelbar vor der Ausstellung, entsteht.
Die Oberfläche des Menschen soll als formbare, gestaltbare Grösse angesehen werden. Das Äussere des Menschen ist reine Arbeitsfläche, das Innere bleibt dem Betrachter, der Betrachterin verborgen, interessiert selbigen, selbige nicht. In diesem Sinne geht es nicht um ein design of living, sondern um ein design of surface.
The Shape of Things zeigt verschiedene Stufen der künstlerischen Oberflächenformung. Bereits in den grundlegendsten portraitierenden Praktiken wird die Rezeption der Objekte via Umformung des Erscheinungsbildes beeinflusst. Der Künstler, die Künstlerin kann diesen Prozess immer weiter steigern und vom Gestalter zum Schöpfer von Formen werden.

The Shape of Things oder der Künstler als Former von Oberflächen

Lea Krebs – Marinka Limat – Fabio Biasio

Mittsommerbasis 09 – kuratiert von Alessa Panayiotou und Irja Böhm
das Gastkuratorinnenprojekt von sic! Raum für Kunst

Vernissage: Freitag 26. Juni 2009, 19–21 Uhr

sic!
Raum für Kunst
Baselstrasse 72 6003 Luzern

MIGMA PERFORMANCETAGE

migma Performancetage 2009 / 19.-21. März 2009

Donnerstag, 19. März 2009: Produzentengalerie und stattkino, Luzern
Freitag/Samstag, 20./21. März 2009: Verkehrshaus der Schweiz, Luzern
Donnerstag, 19. März 2009, 19.30 Uhr Alpineum Produzentengalerie
Produzieren/Transferieren: Eine Auktion.

stattkino 21.00 h
Video und Kurzfilme zum Thema Mobilität von:
Edith Flückiger, Brigitta Würsch, Fromherz&Fromherz, Artur Grabowski, Daniel Zimmermann, Gerald Smith, James Parrot, Steffi Weismann, Muda Mathis/Sus Zwick, Ruedi Steiner, Luc Gut, u.a.

Freitag, 20. März 2009, 19.30 Uhr

Im Verkehrshaus der Schweiz Performances von:
Daniel Imboden, Monika Günther/Ruedi Schill, Geneviève Favre, Anastasia Katsidis, Michael Wolf

Samstag, 21. März 09 19.30 Uhr
Im Verkehrshaus der Schweiz Performances von:
Valerian Maly/Klara Schilliger, Steffi Weismann, Monica Klingler, Bruno Amstad/Franziska Baumann/Andreas Stahel

www.migma.ch

SIC: when kulbhushan met stöckli – Fumetto-Satellit

Vernissage / Buch-Präsentation: Samstag 28. März 2009, 14–17 Uhr
Ausstellung: 29. März bis 5. April 2009, Täglich geöffnet von 12–20 Uhr

Comics aus Indien und der Schweiz

„when kulbhushan met stockli“ ist ein Experiment des Erzählens von kurzen gezeichneten Geschichten, die gemeinsam und einzeln betrachtet ein heimisches Universum bilden.

19 Comic-KünstlerInnen aus Indien und der Schweiz haben seit zwei Jahren regelmässig Kontakte gepflegt. Im Projekt „when kulbhushan met stöckli“ erkunden sie versteckte urbane Motive, untersuchen den verborgenen Kern von Städten in der Schweiz und in Indien und errichten einen Kommunikationsweg zwischen diesen.
Artefakte der jeweiligen Städte führen zu neuen Geschichten. Die Stuktur folgt offenkundigen, ephemeren oder gar inexistenten Verbindungen. Die Teilnehmenden des Austauschprojekts entwickeln Geschichten, die auf irgend eine Weise einen Bezug zum Anderen herstellen.
Mit Hilfe des grafischen Wortschatzes entstand eine Konversation zwischen städtischen Zentren in Indien und der Schweiz. Die Metropole wird in der Comic-Anthologie zur `Stadt des Durcheinanders von Assoziationen’: Sie bildet ein Spektakel von imaginären Räumen und Personen, vermischt mit der Realität, umgesetzt in Text und Bild.
Begleitet wird das Projekt von einer Ausstellung mit Original-Zeichnungen der involvierten 19 KünstlerInnen. Die von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia initiierte und finanzierte Publikation kann während der Ausstellung bei sic! Raum für Kunst erworben werden.

Mitwirkende:
Andrea Caprez, Andreas Gefe, Ashish Padlekar, Christophe Badoux, Christoph Schuler,
Kati Rickenbach, Orijit Sen, Samit Basu, Sekhar Mukherjee, Vishwajyoti Ghosh, Anindya
Roy, Rajiv Eipe, Sunaina Coelho, Michael Husmann Tschäni, Pascale Mira Tschäni,
Fahad Faizal, Samrat Choudhury, Esther Banz and Harsho Mohan Chattoraj.
http://www.sic-raum.ch

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