Glühlampenmusik’ ist eine audiovisuelle Performance deren Klänge durch die Verwendung verschiedener Glühlampen und elektrischer Schaltelemente entstehen. Die Veränderung der Lichtintensität, das Glimmen der Glühfäden und die rhythmische Vielfalt der flackernden und pulsierenden Lichter wird unmittelbar in eine mikrokosmische und reichhaltige Klangwelt übersetzt.
Michael Vorfeld (Berlin), Musiker und bildender Künstler, spielt Perkussion und selbst entworfene Saiteninstrumente und realisiert elektro-akustische Klangarbeiten. Er ist aktiv in den Bereichen experimentelle Musik, improvisierte Musik und Klangkunst. Michael Vorfeld entwickelt ortsbezogene Installationen und Performances mit Licht und arbeitet mit Fotografie und Film. Er ist Mitglied verschiedener Formationen und kooperiert mit Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen. Die Vielzahl seiner Aktivitäten umfasst umfangreiche Konzert-, Performance- und Ausstellungstätigkeiten in Europa, den USA, Asien und Australien. www.vorfeld.org
Hans Koch Bassklarinette. Nach dem Ausstieg aus der klassischen Karriere als Orchestermusiker, machte sich Hans Koch einen Namen als einer der innovativsten improvisierenden Holzbläser Europas. Seit den achtzigerJahren hat er neben der regelmässigen Zusammenarbeit mit Martin Schütz mit vielen Grössen wie z.B. Cecil Taylor oder Fred Frith gearbeitet. Als Komponist prägte er von Anfang an den eigenständigen Sound des international bekannten Trios “Koch-Schütz-Studer” und komponierte Musik für Hörspiele und Filme. Mit Elektronik, Sampling und Computer, erweiterte er seit den neunziger Jahren die Klänge seiner Instrumente. Als Holzbläser entwickelte er einen sehr eigenständigen Stil, welcher ihn zu einem der originellsten Bläser der aktuellen Szene machte. Koch erhielt diverse Stipendien, Werkbeiträge, Kompositionsaufträge und Auszeichnungen, z.B. den Kulturpreis der Stadt Biel 1986 und 2002 den Kantonalen Berner Musikpreis und den Berner Filmmusikpreis. Er wirkte bei zahlreichen internationalen Projekten mit, u.a. im Globe Unity Orchestra, in der “Cecil Taylor European Big Band”, im “Barry Guy New Orchestra” und im “Ensemble d`Improvisateurs Européens”. Die Diskographie eigener oder unter seiner Mitwirkung entstandener Tonträger umfasst über 30 Titel. Umfangreich ist auch die Liste seiner Hörspiel- und Filmmusiken, u.a. für den vielfach preisgekrönten Spielfilm “Höhenfeuer” von Fredi M. Murer (u.a. Goldener Leopard am Filmfestival Locarno 1985).
Glühlampenmusik
Michael Vorfeld, Glühlampen / Hans Koch, Bassklarinette
Samstag, 24. April, 20:30
Kunstraum Walcheturm
Kanonengasse 20, 8004 Zürich
Sonntag, 25. April, 20:00
Lokal-int
Aarbergstrasse 84, 2502 Biel
Programm Kunstraum Walcheturm:
Teil von WIM dezentral
Sonntag 25 April 21:00h
PORTA CHIUSA
interdisziplinäre Performance
Paed Conca: Komposition, Klarinette
Michael Thieke: Klarinette
Hans Koch: Klarinette
Giovanni Di Stefano: Mal-Performance
Giorgio Andreoli: Film
Heike Fiedler: Texte
Porta Chiusa
Der Berner Paed Conca ist Musiker und Politaktivist. Mit dem Projekt “Porta chiusa” bringt er Kunst und Politik zusammen und mischt sich ein in die konkreten Verhältnisse – ein Plädoyer für das Überwinden von Grenzen.
Die interdisziplinäre Performance, besteht aus 3 einzelnen Teile die durch die Komposition “Porta chiusa” für drei Klarinetten von Paed Conca, gespielt vom Komponisten selber, zusammen mit Michael Thieke und Hans Koch, zusammengefügt werden. Elemente sind ein Film von Giorgio Andreolis eine Malperformance des Künstlers Giovanni Di Stefano es sind Arbeiten die zeigen dass Ausgrenzung von Fremden immer auch die Einschliessung von einem selber bedeutet – ein Thema, das Heike Fiedler in ihren Texten wieder aufgreift.
“Porta chiusa” ist ein engagiertes Plädoyer für die Überwindung von Grenzen: Stilgrenzen reisst Conca mit seiner avantgardistischen Musik einfach ein. Als Politaktivist wünschte er sich wohl, dass dies mit Staatsgrenzen ebenso leicht gelänge.
Mittwoch 28 April 21:00
IGE*TIMER
Plattentaufe
Klaus Janek, Kontrabass und
Simon Berz LO-FI Electronics
Doublebass meets Hacked Toys and lo-fi Electronics.
&
Michelle Ettlin ( Photos)
The music of ige*timer is an interplay between acoustic, electroacoustic and electronic sound creation and manipulation: Klaus Janek’s doublebass playing generates acoustic analog sounds, Simon Berz’ manipulated instruments produce and amplify electroacoustic sounds and the sound of the doublebass is manipulated electronically.
ige*timer combine a sensibility for atmospheric textures with elements of noise and rhythmical structures to create a dense, almost cinematic experience. Their different approaches and instrumentation can create intense frictions, yet they display a deep musical connection based on common experiences, both artistic and personal.
Studies of 20th century music, arts, social development and politics inspire the 2 musicians to create a boundless conception of music and society.
Klaus Janek studied classical doublebass with a particular interest in the 20th century, in parallel he explored traditional jazz to spiritual and energy based free jazz, he got involved in electronic music and works on stretching his expression and perception of music towards sound and noise. He acts at the junction of the different forms of phrasing and conceiving music.
Simon Berz started out playing drums in rock, punk and jazz formations. In recent years, his focus shifted towards improvised electronic music and noise, as he developped his own set up of instruments, using the DIY methods of hardware hacking and circuit bending, making use of errors, working with feedbacks and distortions. His approach can be playful and ironic, but the center of his attention is always sound and ultimately playing music.
Kunstraum Walcheturm
Kanonengasse 20, 8004 Zürich
Tel 0041-43-3220813, Fax 043-3220815
info@walcheturm.ch
more infos & mailing list auf www.walcheturm.ch