Sep 14, 2009 0
VACUUM CLEANER

Jérôme Porets Werk ist grundsätzlich auf eine Klanganwendung ausgerichtet, die sich durch andere Medien wie die Wandbemalung, die Installation, das Schreiben oder die Live-Performance erweitert, und die die Mechanismen der Realitätsauslegung und deren Zustandekommen kritisch hinterfragt. Architektur begreift er als eine verstärkende und aussendende Struktur eines gegebenen sozialen und künstlerischen Umfeldes.
Geboren und aufgewachsen ist Jérôme Poret in einem pariser mittelklasse Vorort. Nach einer Jugend zwischen Studentenunruhen und dem Pogo der alternativen Rock Szene (im speziellen im Umfeld von Bérurier Noir) zieht Poret nach Berlin und entdeckt dort Einstürzende (und) Neubauten an einem Konzert in einem ehemaligen Gärtnerhaus wo metallerne Pflanzen mit Kettensägen über den Köpfen des Publikums abgesägt werden.
„VACUUM CLEANER“ ist der Name einer englischen Protopunkband aus dem Swinging London der Sechziger Jahre. Der Name wird für die Beschreibung der Punkpionieren verwendet, oder für die Beschreibung derjenigen, die von den ersten Punks als ihre Eingebung zitiert werden. Damals war der Synthesizer Hammond einer ihrer typischen Instrumente. Sein so charakteristische Ton kommt von der Leslie Kabine, die mehrere Lautsprecher hat und als Verstärker funktioniert. Die Lautsprecher rotieren, um so ein Vibrato zu schaffen. Doch ist es eine sonore Täuschung, die von der mechanischen Bewegung hergestellt wird. Dieses Phänomen wird Doppler Effekt genannt…
***
Programm:
Vernissage: Freitag, 2. Oktober 19.00 Uhr
Ausstellung: Freitag, 2. Oktober – Sonntag, 1. November
Konzert im Rahmen der Kulturnacht: Freitag, 24. Oktober, 21.00 Uhr
„Pinku Eiga and lovely…“
Jérôme Poret: Drones und Bass
Marcelo Aguirre: Drums
Kunstraum Aarau
Freitag, 2. Oktober 2009
19:00 – 22:00
Ochsengässli 7
Aarau, Switzerland
http://www.kunstraumaarau.ch