Jun 11, 2009
weekly @ marks blond
www.marksblond.com
im video ist eine gruppe von zwölf kindern zu sehen, die nachts im wald spielt. ihr unbekümmertes spiel steht im kontrast zum dunklen wald. in der natürlichen kulisse des waldes wurde mit licht und (natur-)materialien ein surrealer raum oder bilderrahmen inszeniert, in welchem die stimmung des nächtlichen waldes erhalten bleibt. die kinder, hell gekleidet, bewegen sich als gruppe, wie auch einzeln kompositorisch im und durch das bild. dabei gehen sie ihrem spiel nach, verschwinden auch manchmal in der dunkelheit des waldes. sie sind vertieft und ungestört trotz der sie umgebenden nacht. ihre bewegungen und aktionen sind nicht genau erkennbar oder verständlich, sondern unterstützen das gesamtbild. der wald und die kinder befinden sich meist in vertrauter einheit. in dieser umgebung bilden die kinder die verbindung der mystischen und der rationalen welt. sie verstärken den kontrast zwischen geborgenheit und verlorensein durch ihr vertieftes spiel im dunklen wald. das kind wird ein teil der natur. seine reaktionen sind spontan und direkt.
«leuchten im wald» 2009 performance, michael roggli zürich
klangrausch eins irrlicht in engels wälder.
es gibt zwei erklärungsversuche für irrlichter. man geht davon aus, dass es sich überwiegend um bioluminrszente effekte handelt, zum beispiel durch den speisepilz halimasch. zu sehen ist ein bläuliches leuchten, das für mehrere sekunden sichtbar bleibt. eine andere möglichkeit sind sich spontan entzündende faulgase
die flämmchen der irrlichter sind einige zentimeter hoch und leuchten nach aussage verschiedener augenzeugen wenige sekundenlang ohne rauchentwicklung schwach bläulich
tom huber (luzern), michael roggli (zürich), nicole schwarz, nadine schwarz, marianne engel (zürich)
• video and performances 11.06.2009 ab 19h
project@marksblond.com