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Franz Gratwohl im Kunstraum Aarau

“Gravitationen” – neuen Arbeiten über Turmbau, Stubenfliegen und Kapital
Das zentrale Moment dieser im Kunstraum Aarau erstmals präsentierten Werkgruppe von Franz Gratwohl (geboren 1967 in Aarau; lebt und arbeitet in Zürich) bildet die List der Anziehung zwischen menschlicher Physis und sozialem Raum. Bereits der im Plural formulierte Ausstellungstitel verweist auf einen konzeptionell geschärften Blick der sich nicht ohne Schalk auf etwaige Unregelmässigkeiten in der geregelten Umlaufbahn richtet. Die Methode, ein Phänomen hartnäckig und so lange zu betrachten, bis die zutage geförderte Abweichung einen Nährboden schafft für das, was schliesslich als endloses Treten auf der Stelle vorgeführt wird, gelangt in den Arbeiten Gratwohls kontinuierlich und medienübergreifend zur Anwendung. In seinen Performances werden solche Untersuchungen als Taten sichtbar, etwa, wenn er zur Eröffnung der «Auswahl 07» im Kunsthaus Aarau für einen langen Abend nacktfüssig unter einem Ölfass im Fenster steht («Helm», 2007), in einen roten Teppich gerollt am Boden liegt und Nachrichten nach Draussen sendet («Red Carpet», 2008) oder schweigend unter einem umgedrehten Bett ausharrt («Schläfer», 2009). Text: Tanja Trampe

morgen, 24. April ab 19.00 Uhr

Ausstellung: 25. April – 24. Mai
Finissage: 24. April 13 – 16.00 Uhr

Weitere Infos unter:
http://www.kunstraumaarau.ch/site/index.php

Lageplan unter:
http://www.kunstraumaarau.ch/site/kontakt.php

Category: art

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