Donnerstag 26 März 2009 19h
im Ausstellungsraum
Vernissage
Esther Kempf “ALS OB”
Preisträgerin der Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung 2008
Ausstellung bis 9 Mai 2009
Ein poetischer Umgang mit dem Alltag
In Esther Kempfs Welt werden Milchtropfen zu Autos, Plastikdreiecke zu Strassen, Abfluss-Stöpsel zusammen mit abgerissenen Tapeten zu imaginären Tischen und Licht transformiert sich zu soliden Objekten. Zentrales Thema der Künstlerin ist die Wahrnehmung. Ihre Arbeiten und Installationen beschäftigen sich mit optischen Illusionen und Täuschungen von Wahrnehmung. Vielen Werken ist gemeinsam, dass sie sich erst in der Begehung im Raum erschliessen. Oft sind physikalische Vorgänge Ausgangspunkt ihrer komplexen und mehrschichtigen Installationen. Esther Kempfs Arbeiten schaffen ebenso simple wie raffiniert inszenierte Spannungen und erzeugen einen Bann für diese fremdartigen Welten.
Esther Kempf (*1980) hat an der Gerrit Rietveld Academie, Amsterdam Kunst studiert (2001-2005). 2008 war sie Preisträgerin der Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung sowie des Kiefer Hablitzel Preises und erhielt von der Stadt Zürich einen Atelieraufenthalt in Paris. Esther Kempf lebt und arbeitet in Zürich.
Die Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung wurde vom Sammlerehepaar Guggenheim 1987 ins Leben gerufen. Seit dem Ableben des letzten der beiden Stifter verleiht sie alljährlich einen bedeutenden Preis an einen jungen Künstler oder eine junge Künstlerin und veranstaltet für ihn oder sie eine Ausstellung mit Katalog. Erstmals konnte dieser Preis – koordiniert mit der Eidgenössischen Kunstkommission – im Juni 2006 im Rahmen der internationalen Kunstmesse ART in Basel verliehen werden.
Öffnungszeiten:
Mittwoch – Freitag 14h-18h
Samstag 14h-17h
Freitag, 27.März 2009 21:00
Konzert: Turntable Night
Snake Figures Arkestra (DE) (Ignaz Schick & Marcel Tuerkowsky)
Plattenspieler sind nicht nur zum Auflegen da. Welche Geräusche man aus ihnen herausholen kann, erforscht der Berliner Klangimprovisator Ignaz Schick zusammen mit Marcel Tuerkowsky
Ignaz Schick & Marcel Tuerkowsky kennen sich seit mehreren Jahren und arbeiten seit ca. 2005/2006 intensiv zusammen. Ihre gemeinsamen Aktivitäten kulminieren in Snake Figures Arkestra. Beide benutzen selbstentwickelte und eigenwilligen Instrumentarien die sie jeweils für verschiedene Projekte und für den jeweiligen Kontext neu assemblieren. Beide verbindet eine breite stilistische Neugier und eine grosse Affinität für das Merkwürdige & Abseitige sowie die Auseinandersetzung und Reibung mit “unique personalities”, sprich Charakteren, die sehr eigene musikalische künstlerische Personalstile entwickelt haben.
Ignaz Schick stellt die Geräte für seine musikalischen Experimente selbst her und erzeugt alle Geräusche vor Ort manuell. Keine Schallplatte und keine vorher gespeicherten Klänge. Dazu benutzt er ein einzigartiges Setup, das lediglich aus zwei Technicsplattenspielern besteht. Anstelle eines Plattentellers befindet sich allerdings eine Metallplatte, auf der er diverse Fundstücke zum klingen bringt. Ignaz Schick war mit dieser Performance bereits bei vielen großen Festivals in Europa zu Gast.
Strotter Inst.
Strotter Inst. ist das Soloprojekt des Berners Christoph Hess. Seine Musik ensteht ausschliesslich durch sein Spiel mit alten Plattenspielern, die er mit verschiedensten Hilfsmitteln zu Tonerzeugern umfunktionert und beispielsweise mit gespannten Gummibändern voluminöse Rhythmus-Loops erzeugt. Oder er spannt Drähte an die Tonzelle und macht sich Stromspannung und Feedbacks zunutze, um daraus flächige Klänge zu erzeugen, die als Basis für die rumpelnden Rhythmusschleifen dienen. So steht Strotter Inst. denn auch der Anti-Electronica von Pan Sonic oder der frühen Minimal Music eines Steve Reich näher als dem Schaffen anderer Turntablisten wie Erik M, Philip Jeck oder Christian Marclay.
Kunstraum Walcheturm
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