„Survivors Bastards“ – OFFOFFtalks

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Podcast OFFOFF-talk 1.

Mit Daniel Suter,  Johannes Lortz (Leitung & Moderation), Tim Zulauf,  Anabel Sarabi, Stefan Wagner

 

OFFOFF veranstaltet 2012 Talks, die sich an der Schnittstelle von Gesellschaft, Politik, Kunst, Theater und Ausstellungsformen bewegen. Zu verschiedenen Themen möchte OFFOFF neue Impulse schaffen, um die alternative Kunstszene in Bewegung zu setzen.

Die Talks haben zum Ziel Autonomie und Unabhängigkeit in der freien Kunst zu fördern sowie inhaltliche Strategien in der Kunst zu hinterfragen und zu diskutieren. Das erste Gespräch der Reihe widmet sich den Fragen um das Kollektiv; dem Trend und auch der Strategie des Kollektivs (siehe unten).

„Survivors Bastards“ OFFOFF-talk 1: Kollektiv als Kunststil?
02.04.2012, 20 Uhr im LOKAL-INT, Biel

Moderation und Gesprächsleitung:
Daniel Suter, freier Kurator und Dozent; Marks Blond Projekt R.f.z.K.  Johannes Lortz, Polit-Aktivist, Bern www.marksblond.com

Gäste:
Tim Zulauf, Zürich (KMUProduktionen)  www.zulauf.it
Anabel Sarabi, Bern (Künstlerin)
Stefan Wagner; Zürich (Corner College)  http://corner-college.com

 

Kollektiv als Kunststil?

Es gibt SoziologInnen, die behaupten, dass individuelle Authentizität heute zu einem gesellschaftlichen Imperativ mit Fetisch-Charakter geworden sei. Modewerbekampagnen in der Fridayzeitschrift wie “Against normal” halten diese These vor Augen. Bevor die Kulturindustrie das Individuelle als Spektakel für sich entdeckte, lebte vor allem die Kunst von der Aura des Individuellen. So wird etwa der Stil einer Künstlerin oder eines Künstlers als authentisches Zeichen der Individualität gedeutet.

Gibt es heute Kunst, die sich kollektiv artikuliert und nicht so sehr vom gesellschaftlichen Imperativ des Authentischen beeinträchtigt zeigt? Kann ein Kollektiv Kunst machen und Stil haben? Oder besteht eine tiefe Differenz zwischen Individuum und Kollektiv? Muss das Individuum vor dem Kollektiv geschützt werden, damit Kunst sich artikulieren kann?

Diese und andere Thesen rund um die Frage zum Verhältnis zwischen Individuum und Kollektiv im Kunstfeld sollen  diskutiert werden.

Zu den Gästen:

Anabel Sarabi
freie KünstlerIn, Düsseldorf und Bern

Stefan Wagner
schloss 2009 sein Studium der Kunstgeschichte an der Universität Zürich über ephemere Kunst im Stadtraum Zürich ab. Er arbeitete als Assitenzkurator von 2006-2008 für die Kunst Halle Sankt Gallen. Seit 2008 kuratiert er freie Ausstellungsprojekte und ist seit 2009 Mitbetreiber des Corner College. Er schreibt Beiträge für Kunstkataloge und Magazine.

Tim Zulauf
lebt in Zürich, ist freier Autor und Theaterregisseur und arbeitet als Dozent für Fine Arts an der Hochschule Bern. Er studierte Bildende Kunst in Basel, Zürich und Paris. Neben freier kunstjournalistischer Arbeit und der Mitarbeit in Forschungsprojekten zu Kunst in öffentlichen Sphären hat er mit KMUProduktionen, einer Gruppe von Theater- und Kunstschaffenden, seit 2002 Bühnenprojekte und installative Arbeiten realisiert. Jüngere Projekte umfassen «Kultur/Industrie/Spionage» auf dem Areal der Roten Fabrik Zürich und der Kaserne Basel (2011-12), «Der Bau der Wörter» (2010) im ehemaligen Konzernzentrum der Contraves in Zürich Seebach und «Die Zeitschrift in der Rahmenhandlung» (2009) – letztere beide koproduziert mit dem Ausstellungsraum Les Complices*, Zürich. Im Sommer 2011 realisierten KMUProduktionen im von Andrea Thal kuratierten, schweizerischen Beitrag für die Kunst-Biennale Venedig die installative Dramatisierung «Deviare – Vier Agenten – Part of a Movie», rund um das Teatro Fondamenta Nuove.

 

 

 

Nächste Daten: Mo 04.06.2012, 03.09.2012, 05.11.2012

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